Porzellanfiguren

Nicht umsonst wird Porzellan auch "Weißes Gold" genannt. Das Material strahlt etwas Edles und Exquisites aus. Daher bieten wir seit einiger Zeit Kurse für das Herstellen von porzellanenen Krippenfiguren an. Die Erzeugung von Porzellan erfolgt in einem aufwendigen Verfahren.

Gießen
Porzellan nach dem Gießen in der FormNachdem die Porzellanmasse so lange gerührt worden ist, bis das letzte kleine Luftbläschen aus ihr verschwunden ist, wird sie in die Gipsmodel gegossen. Dabei muss die Flüssigkeit mit konstanter Geschwindigkeit hineingeschüttet werden, denn der Gips entzieht der Masse sofort das Wasser und ihre festen Bestanteile setzen sich an den Formwänden fest. Diese im Schlickerguss erzeugten Figuren sind hohl. Je länger das Porzellan im Model bleibt, desto dicker werden die Außenwände der Figur. Die Erfahrung und das Gespür des Gießers sagen, wann die überschüssige Flüssigkeit aus dem Model geschüttet werden muss. Nach einiger Zeit lässt sich die Form leicht öffnen.

Putzen
Putzen des Porzellans mit einem SkalpellDas Porzellan ist noch feucht, was man an der grau-braunen Putzen des Porzellans mit einem NylonstrumpfFarbe erkennt. Allerdings kann man es bereits berühren, denn es ist lederhart. Das Stück wird behutsam aus dem Model genommen und trocknet so lange an der Luft, bis es hart und weiß geworden ist. Beim Putzen sind die Stücke besonders anfällig. Sie haben eine kreideähnlich Konsistenz und sind leicht zerbrechlich. Gussgrate müssen mit einem Skalpell entfernt werden. Die Oberfläche ist derart sensibel, dass man Unebenheiten nur mit einem Nylonstrumpf wegreiben kann. Bei 1.230°C erfolgt der Scharfbrand. Das Porzellan wird hart und schrumpft um ca. 17 Prozent.

Porzellanfiguren im Brennofen

Polieren
Nach dem Abkühlen wird die Figur, die sich wie Schleifpapier anfühlt, mit einem speziellen Schwamm poliert. Nun erst ist es möglich, sie zu bemalen.

Bemalen
Bemalen der gebrannten PorzellanfigurDie Pulverfarbe wird mit einem Malmittel angerührt und dünn aufgetragen. Um das Ineinanderlaufen der Farben beim anschließenden Farbbrand zu verhindern, dürfen lediglich Flächen, die nicht nebeneinander liegen, bemalt werden. Erst wenn diese Farben bei 700°C in das Porzellan eingebrannt sind, können die nächsten Stellen bemalt werden. Je farbenreicher eine Figur ist, desto öfter muss sie in den Ofen. Durchschnittlich sind zwischen drei und fünf Farbbrände nötig, bevor ein Stück fertig ist.

Frühling



Herbst



Kursgebühren
Mitglieder: 110,00 Euro
Nichtmitglieder: 120,00 Euro
Materialbeitrag: variabel je nach Aufwand

Anzahlung je Teilnehmer: 50,00 Euro einzuzahlen auf das Konto AT 49 2011 1000 0047 0120
Erst nachdem der Betrag eingezahlt worden ist, ist die Anmeldung gültig und der Kursplatz garantiert. Bei Nichterscheinen verfällt die Anzahlung.

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.